Reflexintegration

RIT Reflexintegrationstechnik

Die Reflexintegrationstechnik kombiniert verschiedene rhythmische Körperübungen und bilaterale Hemisphärenstimulation.       Auf diese Weise können frühkindliche Reflexe nachreifen und integriert werden. Es dient dazu Schul- und Lernprobleme,         aber auch motorische Probleme zu überprüfen und den individuellen Entwicklungsbedarf fest zu stellen.

Die RIT Reflexintegrationstechnik ist eine weiter entwickelte Methode, die auf den Forschungen und Erfahrungen von Dr.         Blomberg basieren, der seit mehr als 25 Jahren rhythmische Bewegungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen             erfolgreich einsetzt.

Jeder frühkindliche Reflex erfüllt bestimmte Aufgaben und bildet die Grundlage für später, bewusst Fertigkeiten zu steuern.       Bestehen unbemerkt noch aktive frühkindliche Reflexe, liegen fehlende Verknüpfungen im Gehirn vor. Der Körper versucht       dann unter großer Anstrengung diese noch aktiven Reflexe willentlich unter Kontrolle zu halten. Dies kann zu erheblichen       Beeinträchtigungen oder Kompensationen führen.

Mögliche Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter können sein:

  • Lernschwierigkeiten
  • Konzentrationsprobleme
  • ADS- und ADHS- Symptome
  • Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS)
  • schnelles Ermüden beim Lesen, Kopfschmerzen oder Brennen der Augen beim Lesen, viele Fehler beim Abschreiben von der Tafel
  • verkrampfte Stifthaltung, angestrengtes Schreiben, unleserliche Schrift, Heft wird beim Schreiben um 90 Grad gedreht
  • Koordinationsschwierigkeiten – z.B. beim Hampelmann, Brustschwimmen, Purzelbaum oder Überkreuzbewegungen
  • Gleichgewichtsstörungen und Höhenangst
  • Probleme bei der Fein- und Grobmotorik
  • Ungeschicklichkeit
  • Wahrnehmungsstörung von Raum, Entfernung, Abstand, Tiefe und Geschwindigkeit
  • Träumerei
  • Fehlende aufrechte Körperhaltung beim Sitzen – „auf dem Tisch „liegen“, auf einem Bein sitzen, zappeln, schiefe Kopfhaltung
  • Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Wutanfälle und Stimmungsschwankungen
  • Verspannungen, Zähneknirschen

Daran wird deutlich, dass die mittlerweile überflüssig gewordenen Reflexe im weiteren Entwicklungsverlauf sogar behindern     können.

Restreaktionen und entsprechende Kompensationen verschwinden nicht von alleine. Mit Hilfe der RIT Reflexintegration           lassen sich jedoch bestehende Reflexe auch noch im Erwachsenalter nachträglich integrieren.

Was sind frühkindliche Reflexe?

Frühkindliche Reflexe sind Reflexe, die zeitlich begrenzt sind. Während andere Reflexe, wie z.B. der Schluckreflex oder der       Kniescheibensehnenreflex das ganze Leben aktiv bleibt.

Reflexe sind unwillkürliche Bewegungen, die auf einen bestimmten Reiz erfolgen. Innerhalb der ersten 12 Lebensmonate         werden bei allen gesunden Kindern die frühkindlichen Reflexe integriert, was als Zeichen für ein reifendes zentrales                 Nervensystem gilt.

Bereits im Mutterleib werden erste Bewegungen durch Reflexe gesteuert und fördern so die Hirnreifung und das Wachstum.     Außerdem stellen sie das Überleben des Menschen während der Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Lebensmonate     sicher. Durch das Heranwachsen, das Fortschreiten der Gehirnreifung und der motorischen Entwicklung müssen diese             frühkindlichen Reflexe jedoch von höheren Hirnregionen gehemmt werden, damit sie sich in Halte- und Stützreflexe               umwandeln können.

Dieser neuromotorischer Entwicklungsprozess kann jedoch gestört werden, so dass Reste dieser Reflexe aktiv bleiben und         ggf. bestimmte Bewegungsphasen im ersten Lebensjahr ausgelassen oder nicht vollständig durchlaufen werden.

Beispielsweise durch:

  • Langes Liegen in der Schwangerschaft
  • Kaiserschnitt/Frühgeburt
  • Fehlendes Krabbeln oder Robben
  • Tragen einer Spreizhose im 1.Lebensjahr
  • Lang andauernde Erkrankungen

Ablauf einer RIT Reflexintegration

Der neuromotorische Entwicklungsstand wird anhand eines Fragebogens und speziellen Tests ermittelt. Die einzelnen               Reflexe werden geprüft und entsprechend der Reihenfolge ihres Entstehens wird ein individuelles Bewegungstraining               zusammengestellt.

Um das Gehirn umzuprogrammieren, müssen die rhythmischen Bewegungen täglich zuhause durchgeführt werden, wobei       der Zeitaufwand etwa 10 Minuten dafür beträgt. Insgesamt dauert das Training zwischen 6 und 12 Monaten, wobei etwa         alle 4 Wochen eine Trainingseinheit in der Praxis stattfindet.

Zu Beginn des Trainings wird mit passiven Übungen das Stammhirn stimuliert. (Das Ungeborene erfährt diese passive             Bewegung durch die Atmung, den Herzschlag und das Gehen der Mutter.) Die passiven Bewegungen beeinflussen nicht nur     den Gleichgewichtssinn, sondern auch das Wachstum und die Reifung des Stammhirns. Bei diesen Übungen ist die                 Unterstützung der Eltern erforderlich. Daran schließen sich aktive Übungen an, die die Verknüpfung verschiedener                   Hirnregionen fördert. Und das wiederum spielt eine große Rolle für die Behebung von Aufmerksamkeits- und                         Lernschwierigkeiten.

Ein nachfolgender Auszug aus dem Fragebogen vermittelt Ihnen einen ersten Eindruck einer möglichen Unterstützung             durch die RIT Reflexintegration. Folgen Sie diesem Link: http://www.rit-reflexintegration.de/kramer

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